Kutscherblog

dies und das – bunt gemixt

Münster, Cottbus, …

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Im Grunde ist es völlig egal, wer durchknallt und andere Menschen umbringt.

……

Amokläufe, Terroranschläge, Familiendramen, … alles nur unterschiedliche Worte für menschliche Katastrophen, für die „kleinen“ menschlichen Katastrophen, quantitativ gesehen (für den einzelnen Betroffenen gibt es kein klein oder groß in solchen Fällen).

Und doch sind wir an einem Punkt angelangt, sind wir an diesen Punkt durch gezielte Berichterstattungen und populistische Stimmungsmache gedrängt worden, dass bei den einen der erste Gedanke ist: „’Es‘ kommt immer näher“, bei anderen (bei mir): „Hoffentlich war es kein Moslem, hoffentlich war es kein Ausländer, denn sonst kippt die öffentliche Meinung erneut gegenüber Geflüchteten, die allesamt in den islamistischen Terrortopf gekippt werden.“

Über die „großen“ menschlichen Katastrophen, nennen wir sie Kriege oder staatliche Terroranschläge, wird weit weniger gesprochen, wird sich nur selten aufgeregt. Sie sind sozusagen naturgegeben, oder, da von Regierungen legitimiert, nicht weiter erschreckend. Im Gegenteil, die Wirtschaft braucht sie, wir in den reichen Ländern leben vom Waffenhandel, von der Zerstörung, vom Wiederaufbau. Und wir leben ganz gut davon und damit, solange sich dieser Terror in angemessener Entfernung zu uns befindet. Ob so mancher – üblicherweise „Terrorist“ Genannter – nicht gerade deshalb „durchknallt“, darüber sollten wir uns vielleicht auch einmal Gedanken machen.

 

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Autor: mariabraig

Ich bin 1957 im tiefen Süden der Republik geboren und über einige Zwischenstationen, ungefähr 50 Jahre später, in der Friedensstadt Osnabrück, angekommen. Nach dem Studium der brotlosen Fächer Germanistik und Kulturwissenschaft führte mein Weg über den ähnlich brotlosen Beruf der Lektorin in einem Tübinger Kleinverlag, dessen Ende sich bald abzeichnete, über eine kurze Phase der Selbständigkeit (Versandhandel mit umweltfreundlichen Schul- und Büroartikeln) auf die Straße: Als LKW-Fahrerin verdiene ich mir seit vielen Jahren meine Brötchen und noch so einiges mehr und wenn ich dabei den ganzen Tag am Fenster sitze und hinausschaue, so schweifen die Gedanken oft in alle möglichen Ecken und Winkel, und es entstehen dabei häufig Textfragmente im Kopf, die dann baldmöglichst aufs Papier müssen, bevor sie wieder verfliegen.

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